Das Burgbrennen - Eifeldorf Büdesheim

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Das Brauchtum "Burgbrennen" in unserem Eifeldorf.
Das Burgbrennen 2018 in Büdesheim.
Ein Film von Udo Schikora.
Unser Brauchtum in Büdesheim

Der Winter und böse Geister werden vertrieben

Traditionell findet in der Eifel, so auch in Büdesheim, am Sonntag nach Aschermittwoch - also der erste Sonntag in der Fastenzeit - das Burgbrennen (Burg-, Hütten-, Freuden-, oder Scheef-sunndich/-sonntag)  statt. In vielen Orten werden Kreuze auf Hügeln, welche weithin sichtbar sind, von der Dorfjugend errichtet und angezündet.

Das Wort "Burg" hat nichts mit einer Burg im heutigen Sinne zu tun. Es geht auf das lateinische Verb "comburo", also "verbrennen" zurück. So wird auch davon ausgegangen, dass die Tradition des Burgbrennens auf die Neujahrsfeste im antiken Rom zurückgeht, wo das Jahr am 1. März begann.
Das Burgbrennen ist eine Tradition in der Eifel und in Luxemburg (luxemburgisch Buergbrennen), bei der am ersten Sonntag nach Fastnacht (das ist der erste Fastensonntag) ein großes Feuer angezündet wird. Symbolisch wird damit der Winter ausgetrieben und verbrannt.
Die Jugend im Dorf kümmert sich um die Organisation des Burgbrennens. Sie sammeln Holz, alte Tannenbäume - von Weihnachten - und bauen daraus die "Burg", ein hölzernes, mit Stroh und anderem brennbaren Material umwickeltes Kreuz, das auf einem kleinen Hügel aus leicht brennbarem Holz und anderem Material aufgestellt wird. Das Kreuz in Büdesheim steht auf dem Naubrich.

Ein Teil der Jugendlichen zieht am Tag von Haus zu Haus und sammeln Eier, während die anderen Jugendlichen mit viel Spaß "die Burg" auf dem Berg aufbauen und voller Spannung darauf warten, das Kreuz gegen 19:00 Uhr zu entzünden. Die brennende "Burg" ist dann weithin und natürlich auch im Ort sichtbar. Für die Jugendlichen ist dieser Brauch ein riesen Gaudi, für die Erwachsenen ein sinngebendes Zeichen.
Im Anschluss geht es dann bei uns hier in das Dorfgemeinschafthaus, oder in manchen Orten auch zu dem Paar, welches als letzte geheiratet haben, wo es dann leckere Rühreier gibt. Es ist ein schöner Brauch. Hoffentlich wird dieser Brauch nicht aussterben, wie andere Bräuche in der Eifel schon ausgestorben sind. Von ehemals 85 Bräuchen in der Westeifel, werden heute leider nur noch ca. 10 Bräuche gelebt.

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<< Hier noch ein Film vom Burgbrennen 2015, als das SWR 4 - Fernsehen-Team einen Film über die Hillesheimer Straße hier in Büdesheim drehte. Im Hintergrund spielen die Büdesheimer Alphorn- und Büchelbläser.
Ein Film von Udo Schikora.
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Aktualisiert am: 08.12.2022 um 19:05 Uhr

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