Der Naturpark "Hohes Venn" liegt im Grenzgebiet von Deutsch-land und Belgien und ist eine schildförmig gewölbte Hochfläche mit einer Größe von ca. 4.500 ha. Große Flächen sind als Hoch-moor ausgebildet, wovon sich auch der Name ableitet: Venn, Fenn (niederl. Veen) für Moor.

Botrange ist mit 694 m über NN die höchste Erhebung im Venn und gleichzeitig der höchste Punkt in Belgien.

Der Naturpark Hohes Venn.
Foto: U. Schikora, 2009

Die Landschaften des Hohen Venns sind von einmaliger Vielfalt: Das Hochmoor im belgischen „Hohe Venn", Flüsse, Bäche und 15 Seen und Talsperren, die farbenprächtige Artenvielfalt in der Kalkeifel, weite und bewaldete Berghöhen der Hocheifel und die Ausläufer der Vulkaneifel.
Mitten im Deutsch-Belgischen Naturpark liegt der Nationalpark Eifel, der einzige Nationalpark in Nordrhein-Westfalen.
Geologisch gehört das Hohe Venn zum linksrheinischen Teil des Rheinischen Schiefergebirges, wie auch die angrenzenden Ardennen und die Eifel sowie der südlich der Mosel gelegene Hunsrück. Es wird häufig nicht als eigenständiger Naturraum angesehen, sondern für den östlichen Teil der Eifel und für den westlichen Teil den Ardennen zugerechnet.
Das Venn erstreckt sich zwischen Eupen im Norden, Monschau im Osten, Spa im Westen und Malmedy im Süden. Die geografischen Koordinaten des Hochlandes liegen zwischen 50° 36' und 50° 28' N sowie zwischen 5° 58' und 6° 11' O.
Das Hohe Venn gehört zum Naturpark Hohes Venn-Eifel und liegt in der wallonischen Region in Ost-belgien teilweise auf dem Gebiet französischsprachiger Gemeinden und der deutschsprachigen Gemeinschaft.
Das Umfeld ist geprägt von heckenumsäumten, hügeligen Wiesenlandschaften und grünen Wäldern, verstreut liegenden Dörfern deren wetterseitig mit bis zum Boden reichenden Dächern versehene Bauernhöfe hinter haushohen Hecken vor der Witterung Schutz suchen.
Als „Vennvorland" wird das niedrigere Gebiet südöstlich von Aachen bezeichnet.

Klima
Das Klima ist relativ rau - im Jahresmittel wesentlich kühler als im Umland - und wegen der 700 m ü. NN sehr regenreich. Die exponierte Lage am Rand des belgischen Tieflandes zwingt die feuchte atlantische Luft zum Aufsteigen. Dabei kühlt sie ab und entlässt ihren Wassergehalt als Schnee oder Regen. Der durchschnittliche Niederschlag beträgt 1400 - 1700 mm im Jahr, der fast zur Gänze von Herbst bis Frühjahr fällt. Der Frühsommer ist hingegen sehr trocken, was seit der großflächigen Entwässerung der Hochmoore zu vermehrt Bränden des Torfbodens führt (im Sommer 2004 wurden 200 Hektar zerstört). Der meiste Schnee fällt von Januar bis März, der lokalen Hauptsaison für den Wintersport.
Früher hat die Speicherwirkung der vielen Hochmoore den Wasserabfluss jahreszeitlich gut ausge-glichen und eine konstantere Wasserführung der Bäche bewirkt.

Quelle: Wikipedia
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