Dramatische Wolkenstimmung über Büdesheim in HDR-Technik.

Ein High Dynamic Range Image (HDRI oder auch HDR-Bild, „Bild mit hohem Dynamik-umfang") oder Hochkontrastbild ist ein digitales Bild, das die in der Natur vorkom-menden großen Helligkeitsunterschiede detailreich speichern kann. Herkömmliche digi-tale Bilder, die dazu nicht in der Lage sind, werden hingegen als Low Dynamic Range Images oder LDR-Bilder bezeichnet. Man bezeichnet das auch als Kontrastumfang einer DSLR-Kamera. Eine hochwertige Kamera hat einen solchen Umfang von ca. 9-10,5 Blendenstufen.

Prinzip:
Wenn der Kontrastumfang (also helle und dunkle Partien) eines Motives nicht allzu hoch sind, erhält man ausgewogene belichtete Bilder. Ist jetzt z. B. der Himmelsanteil im Bild sehr groß, passiert folgendes: Der Sensor der Kamera, der auf einen 18%igen Grauanteil geeicht ist, bewertet den Himmel als zu hell und reduziert die Belichtung. Folglich ist der Landschaftsanteil zu dunkel im Bild. Jetzt könnte man das Bild um eine bzw. zwei Blenden überbelichten um die Schatten aufzuhellen. Dabei kann es passieren, dass der Himmel ausfrist, es sind keine Strukturen mehr erkennbar. Gut, man könnte jetzt auch noch einen Grauverlaufsfilter einsetzen. Dies wird in der Landschaftsfotografie sehr viel praktiziert, neben den Einsatz eines Polfilters.
Um aber alle Strukturen deutlich abzulichten bedient man sich jetzt eines HDR-Fotos. Wie geht man jetzt vor? Man benötigt zwischen drei und fünf (manchmal auch mehr) Aufnahmen des selben Motivs. Diese Aufnahmen müssen Deckungsgleich sein. Dafür benötigt man zwingend ein Stativ und einen Fernauslöser und macht die entsprechende Anzahl an Fotos. Die Blende muss immer identisch sein, wegen der Schärfentiefe. Die ein-elnen Fotos macht man nun mit der Braketingfunktion der Kamera in der A oder auch AV-Einstellung (Zeitautomatik). Dabei wird ein Foto mit normaler Belichtung gemacht und ein Foto mit einer oder zwei Blenden Unterbelichtung und ein Foto mit einer oder zwei Blenden Überbelichtung angefertigt. Diese Fotos müssen nun mit Hilfe einer HDR-Programms, z. B. Photoshop Element 10 oder auch PhotomatixPro 4.0 - beide kosten um die ca. 100 Euro, es gibt dafür aber auch Freeware-Programme - zusammengesetzt werden. Dies nennt man Tonmapping. Das Ergebnis zeigt nun ausgeglichene Kontrastverhältnisse. Man muss nur bei der Bearbeitung aufpassen, dass man mit dem Tonmapping nicht übertreibt, sonst sehen die Fotos doch sehr gekünstelt aus.

Manche Kameras bieten schon eine eingebaute Funktion einer HDR-Belichtung an. Doch ich persönlich rate davon ab, da diese Ergebnisse nicht überzeugen.
Es gibt zwei Lager bei den Fotografen: Die einen lieben HDR-Fotos, die anderen hassen diese.

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Ein HDR-Foto, man nennt es auch ein High Dynamic Range Image (HDRI, HDR-Bild, „Bild mit hohem Dynamikumfang")

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