Eifeldorf Büdesheim

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Büdesheim im 3. Reich von 1933 - 1945

Fotos und Filme > Historisches Büdesheim
 
 

Bevor es nun losgeht, ein wichtiger Hinweis zum Thema Hakenkreuze und den Symbolen des Dritten Reiches:
Hier bitte unbedingt lesen!

 
 
 

Die Reichsflagge von 1935 - 1945
Quelle: Wikipedia

Reichsadler in der Zeit des Natio-nalsozialismus mit Hakenkreuz im Eichenkranz in den Fängen (1933– 1945).

Quelle: Wikipedia

Büdesheim in der Zeit unter der Herrschaft der Nationalsozialisten im Deutschen Reich von 1933 - 1945.

Deutschland durchlief unter dem Namen „Deutsches Reich" seit der Reichsgründung verschiedene Epochen mit entsprechenden Verfassungen:
- Das Deutsche Kaiserreich (1871 - 11. November 1918) - Monarchie
- Die Weimarer Republik (1923 - 1933) - Parlamentarische Demokratie
- Das Deutsche Reich (30. Januar 1933 - 08. Mai 1945) - Diktatur
  (ab 1943 Großdeutsches Reich)

Das Deutsche Reich in der Zeit von 1933-1945 wurde von den in der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) organisierten Nationalsozialisten be-herrscht. Sie richteten unter dem als „Führer" bezeichneten Staats- und Parteichef Adolf Hitler eine totalitäre Diktatur auf.
Umgangssprachliche wird diese Zeit auch als "Drittes Reich", "Großdeutsches Reich" oder auch "Altreich (Deutschland)" genannt. Auch Begriffe wie "Nazi-Deutschland" oder "Hitler-Deutschland" werden gebraucht.
Wer sich genauer über diese Zeit informieren möchte, kann das z. B. auf Wikipedia.de tun. Aber es gibt noch viel mehr Informationsquellen im Internet.

 
 


Auch Büdesheim war von dieser Zeit und vom 2. Weltkrieg (dieser begann am 1. September 1939 mit dem Einmarsch in Polen und endete am 8. Mai 1945 mit dem Einmarsch russischer Truppen und dem Fall von Berlin) betroffen und hatte natürlich auch darunter zu leiden. Der Ort lag an der Eisenbahnstrecke Gerolstein - Prüm und weiter nach St. Vieth.
Diese Strecke wurde auch für den "Westfeldzug" (Fall Gelb) - 10. Mai bis 25. Juni 1940 -  gegen die drei neutralen westlichen Nachbarstaaten Niederlande, Belgien und Luxemburg genutzt, sowie zur Besetzung Frankreichs (Fall Rot). Der Westfeldzug endete mit dem In-Kraft-treten des Waffenstillstands von Compiègne am 25. Juni 1940. Unterzeichnet wurde der Waffenstillstand am 22. Juni 1940.

Der Bahnhof von Büdesheim war auch Versorgungsstützpunkt für den damaligen Feldflugplatz in Büdesheim. Auf diesem waren kleine Flugzeuge (Fieseler Storch) stationiert, die der Wehrmacht zur Aufklärung dienten. Wo heute der Schuppen der Gemeinde (Straße von Büdesheim nach Oos/Hillesheim) steht, war damals das Tanklager.
Der Flugplatz sowie der Ort wurden während des 2. Weltkrieges von amerikanischen Bombern angegriffen und bombardiert. Leider gibt es heute keine Unterlagen bzw. Fotos von diesem Flugplatz. Die Luftwaffe des Dritten Reichs hatte zum Kriegsende alle Unterlagen darüber vernichtet.

Die letzte große Schlacht der deutschen Wehrmacht im Westen war die Ardennenschlacht (deutscher Deckname Unternehmen „Wacht am Rhein“) vom 16. Dezember 1944 bis zum 21. Januar 1945 in den Ardennen, Belgien und Luxemburg. Die größte Landschlacht mit amerikanischer Beteiligung im 2. Weltkrieg in Europa. Sie wurde von den Amerikanern als "Battle of the Bulge" (Schlacht der Ausbuchtung) bezeichnet. Insgesamt waren an dieser Schlacht etwas über eine Millionen Soldaten beteiligt. Die Verluste bei der deutschen Wehrmacht: 85.000 (Tote, Vermisste und Verwundetete). Bei den Alliierten betrugen die Verluste über 75.000 Mann, etwa 20.000 Tote machten sie für die US Army zur blutigsten Schlacht des ganzen Krieges. Mehrere Tausend tote und schwerverletze Zivilpersonen waren zu beklagen.

Am 10. Februar 1945 war schweres Artillieriefeuer in den Räumen um Prüm in Büdesheim zu hören. Am 25. Februar 1945 geriet Büdesheim unter starken Artilleriebeschuss. Obwohl der Ort kein strategisches Ziel für die Allierten war, fielen wohl Ende 1944 als auch Anfang 1945 Bomben auf den Ort.
Am Morgen des 4. März 1945, gegen 8.00 Uhr, geriet Büdesheim noch einmal unter starkes Artillieriefeuer durch die Amerikaner. Um 14.00 Uhr wurde Büdesheim durch die US-Truppen (4. Infantery Division, B Company) eingenommen. Damit war die Herrschaft der Nationalsozialisten und der Krieg für Büdesheim beendet.
Großes Hintergrundbild: Ein US-Infanterie-Soldat der 4th Inf-Div (U.S. Third Army, 11th Armored Division "Thunderbold" = Blitzstrahl) gibt hier der Bevölkerung und Fremdarbeitern die Proklamation von General Eisenhower bekannt. "Wir sind als Sieger gekommen..." heißt es in ihr.


Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges ist erschütternd: Über 60 Millionen Menschen starben, mehr als sechs Millionen europäische Juden wurden ermordet. Tausende Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, politisch Andersdenkende und Homosexuelle wurden verfolgt und getötet. 17 Millionen Menschen waren und sind verschollen. Weite Teile Europas waren zerstört.
Generaloberst Alfred Jodl unterzeichnete die Kapitulation schon am 7. Mai 1945 in Reims bei den Allierten: Er übermittelt der Bevölkerung und den Truppen die Nachricht mit den Worten: "Am 8. Mai um 23 Uhr schweigen die Waffen."
Josef Stalin und die Allierten bestanden  aber darauf, dass der Oberkommandierende der Roten Armee, Marschall Georgij Schukow, sowie alle Inhaber der Kommandogewalt auf deutscher Seite durch ihre persönlichen Unterschriften diese Kapitulation unterzeichneten. In der Nacht zum 9. Mai unterschrieb Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht, die Kapitulationsurkunde im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst. Damit war die Kapitulation rechtskräftig und der 2. Weltkrieg war nach über fünf Jahren in Europa beendet.

Erst im Oktober 1955 kamen unter großem Jubel die letzten 9.626 Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion frei und kehrten mit mehreren Dutzend Zügen in die hessische Stadt Herleshausen, unweit der Grenze zur DDR, zurück. Zusätzlich kehrten über 20.000 Zivilinternierte zurück. Diese Rückkehr beruhte auf einer Grundbedingung, die der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer für Verhandlungen stellte, als der sich im September 1955 - mitten im kalten Krieg - aufgrund einer überraschenden Einladung im Juni des gleichen Jahres für Gespräche und Verhandlungen von Nikita Sergejewitsch Chruschtschow in Moskau aufhielt. Dieser stimmte damals dieser Bedingung zu. Chruschtschow wollte zu diesem Zeitpunkt unbedingt diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland aufbauen, um Misstrauen zwischen den westlichen Allierten und den Westdeutschen zu säen.

Diese Zeitepoche darf sich nie wieder wiederholen.


Fotogalerie mit Beschreibungen

Die Briefmarkenfotos mit freundlicher Genehmigung von Herrn H. Reinhold: www.briefmarken-sammlung.com

 
 
 
 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü